Pressestimmen
zu Stücken, choreografischen Arbeiten und Inszenierungen (Auswahl) 


TOCHTER_VON
(...) Ein generationenübergreifendes Projekt schwebte Choreographin und Tanzpädagogin Lisa Thomas vor, als sie sich dazu entschloss, ihr Stück »Tochter_von« auf die Bühne zu bringen. (…) Das Projekt, eine Kombination aus Tanz, Theater und Videokunst, erweist sich als ein in jeder Hinsicht vielschichtiges Bühnenexperiment, das viele Fragen aufwirft und weit in der Vergangenheit ansetzt.(…) Die Tanz- und Theaterwerkstatt hat mit ihrer Produktion »Tochter_von« ein Experiment gewagt, das Einfühlungsvermögen abverlangt. Die eineinhalbstündige Aufführung ist keine leichte Kost, regt aber zum Nachdenken an und nimmt immer wieder humorvolle Züge an. Ein besonderer Reiz entsteht aus dem so selten gesehenen Nebeneinander von jungen und älteren Tänzerinnen, die gleiche Bewegungen schon aufgrund ihrer körperlichen Leistungsfahigkeit auf andere Weise umsetzen. (...)
Ludwigsburger Kreiszeitung, 12.10.2013 weitere Pressestimmen

 

Liebe, körperliche Abhängigkeit und Konkurrenz: Die Beziehung von Tochter und Mutter ist eine der intensivsten menschlichen Beziehungen überhaupt.(…) Mit einem Mix aus Improvisation, Sprache und Schauspiel nehmen sich die Frauen der Thematik an. Zu Beginn kommt ein symbolträchtiges Requisit zum Einsatz: ein weißes Stoffhaus, aus dem sich nach und nach die Tänzerinnen schälen.(…) In den Fragen um die Mutter-Tochter-Beziehung geht es immer auch um weibliche Identität und Emanzipation (…)
Stuttgarter Nachrichten, 12.10.2013 weitere Pressestimmen


Venus Unlimited
(...) Catwalk auf dem Laufsteg, Gekreische einer "Miss Universum", das Funktionieren einer Barbie-Puppe: gelungene Parodien, die für manches Gelächter im Publikum sorgen. Doch die meisten Szenen von "Venus Unlimited" gehen tiefer in der Beschäftigung mit dem Fremd- und Selbstbildern von Frauen (...) Am Berührendsten ist vielleicht Ellen Konstantins rituelle Tee-Zeremonie: Schritt für Schritt balanciert sie das Tablett mit Kanne und Tasse zu einem Basken Cello-Solo in die Mitte der Bühne, zieht mit den Fingern kreise um die Gegenstände, nimmt einen Schluck, geht wieder langsam und hoch konzentriert davon. Ein magischer Moment. (...)
Ludwigsburger Kreiszeitung, 25.10.2011 weitere Pressestimmen


Ausgesessen!
(...) Die sieben Frauen und drei Männer agierten mit Spielfreude und Ausdrucksstarke, tanzten zu Musik von Billie Holiday, Max Raabe und Chopin. Die Bank wurde nicht nur als Plattform für die Angst vor dem Alter, wenn Sehkraft und Gehör nachlassen, die Gelenke ihren Dienst versagen und durch Prothesen ersetzt werden müssen. (…) Betagte Damen mit langen Mänteln und unkleidsamen Kopfbedeckungen verwandelten sich in verführerische Frauen, die sich lasziv auf und um die Bank herum räkelten, den Blick auf seidige Unterkleider freigaben und sogar Haut zeigten. (...) 
Ludwigsburger Kreiszeitung, 07.05.2011


Tanzgeschichten in Taschenformat
(...)  wer die Senioren derzeit bei einer ihrer täglichen Proben mit ihrer rund 20 Jahre jüngeren Choreografin Lisa Thomas beobachten darf, ist eirst einmal verblüfft über die Konsequenz und die Effizienz, mit der die Alten sich ans Werk machen. Blitzschnell vertiefen sie Szenen nach kritischen Anmerkungen, mit minimalen Verschiebungen können sie ihnen eine neue, spannendere Wendung geben. Tüddelig? Starrsinnig? Eitel? Nichts da, hier ist ein Team am Werk, das mitdenkt und Stärken so gekonnt inszeniert, dass Schwächen nie Thema werden. (...). Stuttgarter Nachrichten, 20.11.2010 weitere Pressestimmen


wave 1
(...) Auf der angrenzenden Wiese entfaltete das Tanz-Theater-Ensemble der Kunstschule Labyrinth anschließend ebenso skurrile wie poetische Momente: Angetan mit schrägen Badeklamotten, Strohhüten und Sonnenbrillen, verzauberten sie den herbstlichen Abend in eine sommerliche Badeszenerie. Wechselweise formierte sich die bunte Schar zu einem Handtuchballett oder Bademattenstilleben. Eine akrobatische Liegestuhleinlage löste ein graziles Pas de Deux mit Sonnenschirm ab. Sehr zum Vergnügen der Zuschauer verblüffte das sperrige Gerät mit unglaublicher Eleganz (...). Bietigheimer Zeitung, 21.9.2009


No Problem – I’m fine
(...) da wird ein herzergreifendes Plädoyer gegen die Beschmutzung des Fußballrasens gehalten. Der Ball als Projektionsfläche für spielerisch-philosophische Betrachtungen zum Lauf des Lebens (...). Stuttgarter Zeitung, 26.06.2006


Drei Schwestern

(...) den drei Darstellerinnen gelingt es in dieser kleinen, feinen Produktion, mit den Mitteln des Tanzes die innere Welt der tschechowschen Schwestern heraufzubeschwören. (...) Sehr feinnervig und anschaulich, ganz unprätentiös, wird hier jedoch durch Körpersprache erzählt. Die Wehmut und Melancholie, das stille Sichfügen in die unausweichlichen Realitäten, die auch Tschechows Schauspiel kennzeichnen, das findet in dem Tanzstück ein Äquivalent. (clg) Stuttgarter Zeitung, 18.11.2005

(...) Thomas, Schwarzenthal und Lang machen die Ereignislosigkeit durch innere Tiefe wett. Eindringliche Bilder, originelle Einfälle und Konzentration zeichnen facettenreich die Stimmung der Schwestern nach. Dass die drei eher zu den reiferen Tänzerinnen zählen, manifestiert sich hier als Plus: Geschmeidigst verzweifelt etwa die choreografische Leiterin im Labyrinth, Lisa Thomas, als Olga Prozorov an ihrer Aussichtslosigkeit, wälzt und krümmt sich bei ihrem klirrenden Tanz mit den Tassen (...). Von Patricia Fleischmann, Bietigheimer Zeitung, 18.11.2005

(...) Die Tänzerinnen aus Ludwigsburg setzten ernste, berührende aber auch tragikomische Momente aus dem Leben der Schwestern gekonnt und überzeugend in Körpersprache um (...). Schwäbisches Tagblatt, Tübingen, 12.03.2006


Von Menschen und Leitern
(...) Der Mensch will nach oben, sich abheben, runterschauen auf diese Welt und den Mond berühren. Er erklimmt die Leiter, doch der Mond ist eine Illusion – so wie das ganze Leben. Modernes Tanztheater mit viel Ausdruckskraft gab es in der Karlskaserne zu erleben. Viel Beifall gab es vor allem für die Choreographin Lisa Thomas, die mit gleich zwei von ihr geleiteten Gruppen für echte Highlights sorgte (...). Ludwigsburger Kreiszeitung, 24.07.2006


Alltagsferne Begegnungen und Bewegungen
(...) Und was Lisa Thomas mit diesen vier Paaren im besten Alter einstudiert hatte, löste im Publikum Begeisterung aus. Menschen, die bislang mit Tanzen nichts am Hut hatten, näherten sich in Szenencollagen frivol-sinnlichen Bewegungen. (...) Es wurde geflirtet, kokettiert und geschwärmt, Paare trafen sich und gingen auseinander, die Männer wurden zu Helden und die Frauen zu den ewig Schönen (...). Ludwigsburger Kreiszeitung, 24.07.2006


Fürsten, Bürger und Soldaten

(...) Da ist der erste Akt, der in einem karnevalesken Spiel der Kostüme die Zeit des Schlossgründers Eberhard Ludwigs und des späteren Herzogs Carl Eugen erscheinen lässt. Gelebte Dekadenz ist das, was Lisa Thomas in ihrer Choreographie darbietet; nur an einer stelle unterbrochen von gepressten Untertanen, die sich mit Steinen bepackt über den Boden schleifen (...). Von Dietholf Zerweck, Ludwigsburger Kreiszeitung, 22.03.2004

(...) Die Rokoko-Zeremonie des Dutzend Junker und Kammerzofen beginnt. „Ihro Durchlaucht“ wird angekleidet, wie ein Apoll mit fliegenden Rockschößen erhebt er sich zum Geburtstagsfest. Blitzartig das Gegenbild: Drei Säcke schleppende Bauern hasten über die Bühne. Aber schon  – „Tönet ihr Pauken, erschallet Trompeten“ – jubelt der Chor, tanzt das Hofdamen-Quartett während zwei ältere Dämchen mit Pisspotts bedient werden, singt Michael Nagy sein “Ehr und Preis, ihr edlen Damen“ zu Eberhard Ludwigs neckischen Liebesspielchen auf dem Betttrampolin (...). Von Holger Gayer, Ludwigsburger Kreiszeitung, 22.03.2004


(...) Es besticht aber mit reizvollen Bildern, mit einem reibungslosen Zusammenspiel zwischen großem Chor an den Bühnenflanken (...) mit einem wunderbaren Miteinander von Solisten, Tänzern (Choreographien Lisa Thomas, Christine Lang und Sigrid Klausmann- Sittler) und Musikern (...). Von Friederike Voß, Leonberger Zeitung, 22.03.2004


Alles Oper, alles Carmen
(...) Wunderschön sind jedoch (...) unorthodoxe Gesangs- und Tanzeinlagen der Garderobieren – Sahnehäubchen auf gehaltvoller Leistung. Ludwigsburger Kreiszeitung, 14.09.2002


Generation Medea
Das Reutlinger Theater Patati Patata hat diese Geschichte nun choreografisch-musikalisch inszeniert (Regie: Thomas Milz, Choreografie: Lisa Thomas, Musik: Achim Braun, Bühne und Technik: Adalbert Sedlmeier). (...) In einem furiosen, gewalttätigen und zärtlichen Spiel zeigen Sonka Müller und Janne Wagler den mühsamen Weg zum eigenen Selbst…Obwohl sich die Erzählung an Jugendliche wendet, sollten sich Erwachsene vom Besuch nicht abhalten lassen. Danach fällt es ihnen nicht mehr ganz so leicht, auf die Frage nach wahrem Heldentum eine einfache Antwort aus dem Ärmel zu schütteln. Schwäbisches Tagblatt 23.02.2002


Messias

(...) Und was jedem Besucher eines Gottesdienstes widerfährt, wenn ihm das Erscheinen des Herrn verkündet wird oder er von der Kreuzigung und der Auferstehung hört, dass nämlich vor seinem inneren Auge Bilder entstehen – das geschieht auch hier. Tänzer in weiter, brauner und beigefarbener Kleidung tauchen auf wie Visionen zwischen der Gemeinde und illustrieren das, was die Chöre und Solisten singen, allerdings nicht durch penibles Übersetzen von Text in Handlung, sondern eher mit vagen Andeutungen, gleichsam unscharfen Aktionen, die unterschiedlichste Assoziationen hervorrufen. Dabei entstehen ergreifende Bilder. (...) Von Bernd Krause, Stuttgarter Zeitung, 21.03.2000

(...) ist die Umsetzung in Bewegung und Darstellung eine sehr moderne Angelegenheit. Sie lässt das ganze Werk in einem teilweise völlig neuen Licht erscheinen. (...) wo die ursprüngliche Messias-Geschichte voll naiver, mittelalterlicher Frömmigkeit recht eindimensional wirken würde, haben Rainer Kittel und seine Mitchoreografinnen Christine Lang und Lisa Thomas eine weit von der schieren Gläubigkeit wegführende moderne Interpretation und Variation geschaffen, die den Besucher nicht nur zu fesseln weiß, sondern die auch geeignet ist, die viel zitierten Denkanstöße zu geben. Dabei wird das Gesungene nicht illustriert, sondern auch relativiert und in neue Dimensionen gehoben. (...) Die eigentliche Leistung dieses Projektes ist aber darin zu sehen, dass trotz der modernen, szenischen Interpretation das musikalische Hauptwerk nicht nur unbeschädigt bleibt in seiner Substanz, sondern sogar noch aufgewertet wird. Denn der Kontrast von alter Musik und neuem Tanz ist so vorzüglich aufeinander abgestimmt, dass es fast so erscheint, als sei diese homogene Einheit schon immer eine solche gewesen (...). Marbacher Zeitung, 20.03.2000


(...) Dass sich das Geschehen auf der Bühne mehr und mehr verdichtete, ist vor allem den Tänzerinnen du Tänzern der Kunstschule Labyrinth, der Tanz  und Theaterwerkstatt Ludwigsburg und deren ausdrucksvoller Pantomimik zu danken (...). Stuttgarter Nachrichten, 20.03.2000

 


Marokko – Buenos Aires

(...) In In der Regie von Yaron Goldstein und der einfachen, aber ausdrucksstarken Choreografie von Lisa Thomas ist ein großer Erzähltheaterabend entstanden…Kostüme, die wie kostbare Reliquien gehandhabt werden, sowie wenige ausdruckstarke Gesten und Gänge unterstützen die Magie der Sprache, die im Zuschauer die ferne, traditionsbewusste Welt Marokkos entstehen lässt (…). Stuttgarter Zeitung, 02.05.1998

Beeindruckend verbindet sich die ausdrucksstarke Choreografie von Lisa Thomas mit den diffizilen Zeitsprüngen des Schauspiels. (...) Ausgefeilte Gestik und Mimik vermitteln in ihrem geradezu minimalistischen Charme das Schicksal einer Frau, die sich selbst aus ihrer Vergangenheit gejagt hat (...) Nürnberger Zeitung, 26.09.1998

Sie ist eine bemerkenswerte Schauspielerin, die sämtliche Tonlagen des Lebens mit distanzierter Kühle beherrscht, und er ist ein umsichtiger Regisseur und Geschichtenerzähler. Gemeinsam erarbeiteten sie ein Stück, das von erotischer Strenge und klarer Bildhaftigkeit geprägt ist (...). Berit Fromme, die die merkwürdige Reise der Hauptfigur auf sensible Weise vermittelt, ist in jeder Sekunde hochpräsent. Mit ihrem ausgeprägten Sprach- und Körpergefühl (die ausdrucksstarke Choreografie lieferte Lisa Thomas) baut sie ein Spannung auf, die über weite Strecken fesselt (...). Esslinger Zeitung, 06.05.1998

 


Carmina Burana
Erotik und Zärtlichkeit der Primovere-Szene sind in Lisa Thomas’ Choreographie zunächst Frauensache: die fünf Mädchen kommunizieren in leichten Berührungen, die drei Männer werden einbezogen ins Spiel von Reigen und Fangen und Himmel- und Hölle, und eine von ihnen wirft sich auch, wie weiland die Weinsbergerinnen, einem Burschen über die Schulter, während sich die anderen, Rücken an Rücken, mit dem “geselle min“ zusammenräkeln. Hier vermittelt das Tanztheater natürliche Fröhlichkeit mit einer ganz unaufdringlichen Körpersprache, die später auch dramatische Akzente setzt (...). Ludwigsburger Kreiszeitung, 18.3.1996


Masada
Es ist ein bedrückendes Schauspiel, welches das Tübinger Per Form-Theater mit seiner neuen “Masada“-Version bietet. Nun ergänzt durch zwei Tänzerinnen (Lisa Thomas und Susanne Lehrer), die die Stimmungen, die innere Zerrissenheit der weiblichen Hauptfiguren (alle gespielt von Karin Gante) und die äußere Aggression in Bewegung umsetzen, wird der Massenselbstmord auf der Burgfeste Masada optisch noch eindringlicher geschildert (...). Reutlinger Generalanzeiger, 01.04.1995


Pazzesca

(...) Pazzesca nennt sich auch die Berliner Gruppe, die sich dem zeitgenössischen Ausdruckstanz verschrieben hat und ein furioses Panoptikum von tänzerisch vermittelten Ideen und Geschichten auf die Bretter brachten (...). Den Dialog mit dem eigenen Körper wie mit dem des Anderen pflegend wird Tanz zum Abbild des zwischenmenschlichen Lebens. Künstlichkeit und Abgezirkeltes ist der Berliner Gruppe dabei völlig fremd. Körperbewegung wird vielmehr zum elementaren Ereignis, zum Synonym für das menschliche Leben in seiner puren Existenz. (...) Badische Zeitung 16.6.1991

Wo sind die Grenzen der modernen Kunst? Ist es noch vertretbar, dass ein geschlachtetes Huhn im Rahmen eines Ausdruckstanzes auf der Bühne mal an langer Kordel wie ein Weihrauchspender in der Kirche zu früher Choralmusik geschwungen wird oder ein anderes mal über den Boden geschleift und dessen gerupfte Flügel gymnastisch bewegt werden? …Geschmacklos befanden es einzelne Zuschauer am Samstagabend, als die Berliner Tanzgruppe „Pazzesca“mit eben jener Aufführung ihren Auftritt in der münsterschen Kulturschiene beendeten. Andere applaudierten dagegen begeistert…Untermahlt wurden die Auftritte der sechsköpfigen Berliner Formation, die erst seit einem Jahr besteht, von minimalistischer Musik. Einzelne Klänge, oft stereotyp wiederholt oder in aufbrausender Steigerung vertont, setzten dabei den Rahmen, den es mit Mimik und viel Bewegungskunst zu füllen galt (...). Münstersche Nachrichten 14.10.1991

 

 

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